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Am 3. Januar räumten die Berliner die berühmte Eisbahn unter den Linden an der Staatsoper und vor der Humboldt-Universität für die Berlin-Brandenburger Islandpferdereiter, die mit Spikes unter den Hufen, wehenden Mähnen und weit geblähten Nüstern über die spiegelglatte Eisfläche preschten - zum Vergnügen der Zuschauer und als Training für die Europameisterschaft der Islandpferde auf dem Eis, die am 8. März 2008 wieder im Berliner Horst-Dohm Eisstadion stattfinden wird.
 Mit dabei waren gleich drei Teams großer Islandpferdehöfe, unter anderen der 2007 frisch gekürte Doppelweltmeister und waschechte Isländer Beggi Eggertsson aus Schönefeld (bei Beelitz), der isländische Erfolgsreiter Lárus Sigmundsson aus Hohenbruch nördlich von Berlin und die isländische Reiterlegende Jón Steinbjörnsson – besser bekannt als „Nonni“. Alle hatten ihre besten Pferde mitgebracht und waren froh über die Übungsstunde auf dem Eis, die von den Zuschauern begeistert aufgenommen wurde. Auch die Presse war zahlreich vor Ort, darunter die größte deutsche Nachrichtenagentur DPA, ein Kamerateam der RBB-Abendschau, der Berliner Kurier und die Berliner Morgenpost. Die Pferde waren an diesem Tag die beste Werbung für den Islandpferdesport – sie nahmen nicht nur die steile Treppe auf dem Weg zur Eisbahn gelassen, auch die ungewohnte Umgebung brachte sie nicht aus der Ruhe, obwohl begeisterte Berliner vorne streichelten, während hinten gefilmt wurde und klinkende Kameras ganz nah die Eisnägel unter den Hufen ablichteten. Rund um Berlin gibt es mehr als 16 Islandpferdehöfe und viele kleinere Haltergemeinschaften der Ponys vom Polarkreis. Rund einhundert Pferde und Reiter aus allen nordischen Ländern, aber auch aus Österreich und der Schweiz werden zur IceHorse2008 am 8. März 2008 nach Berlin kommen, um sich in vier spannenden Disziplinen zu messen. Neben den sportlichen Highlights erwartet die Zuschauer ein abwechslungsreiches, stimmungsvolles Programm rund um die Faszination Island, die Insel aus Feuer und Eis. Auch ein Rennen zwischen Eisschnellläufer und Islandpferd wird es auf dem Eis wieder geben – bisher konnte immer das Pferd gewinnen. Pferde auf Eis?  Wo Menschen Kufen brauchen, nehmen Islandpferde lieber Spikes, so genannte Eisnägel, und sie sind es gewöhnt, denn auf Island hat das Reiten auf Eis Tradition, dort sind lange Winter mit strengen Temperaturen nichts Ungewöhnliches. Als die Pferde noch das einzige Transportmittel auf der Insel darstellten, war die Überquerung von zugefrorenen Flüssen und schneebedeckten Geröllfeldern oft unvermeidlich. Schon Quellen aus dem Mittelalter berichten von der Verwendung von Eisnägeln. Damals wie heute ist das Reiten auf Eis ein faszinierendes Erlebnis. Der isländische Journalist Þorgeir Guðlaugsson schreibt darüber: "Der Hufschlag ist selten schöner und rhytmischer als auf glitzerndem Eis, und isländischer kann man sich einen Reiterwettbewerb eigentlich kaum vorstellen."

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